LKH Weststeiermark: Eröffnung der Palliativstation am Standort Deutschlandsberg

Pressemitteilung

Das LKH Weststeiermark ist mit den Standorten Voitsberg und Deutschlandsberg ein Verbundkrankenhaus in der Region Weststeiermark und bietet eine hochwertige medizinische Versorgung im station√§ren- und ambulanten Bereich. Die Er√∂ffnung der Palliativstation am Standort Deutschlandsberg ist ein weiterer Schritt in Richtung einer umfassenden und durchg√§ngigen Gesundheitsversorgung f√ľr Patient*innen, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Insgesamt werden sowohl die station√§re, wie auch die mobile Hospiz- und Palliativversorgung in der Steiermark bis 2025 deutlich erweitert. Die acht zus√§tzlichen Betten im LKH Weststeiermark sind Teil dieses Ausbaus.

v.l.n.r: Betriebsdirektor Dipl.-Ing. F. Michael Koller; Vorstandsdirektor f√ľr Finanzen und Technik .Mag. DDr. Ulf Drabek MBA, MSc; Pflegedirektor Ewald Tax, MBA; Prim. Dr. Gabriele Treichler, MBA MSc LLM; Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h. c. Gerhard Stark; √Ąrztlicher Direktor Prim. Dr. Peter Mrak; Landesrat Dr. Karlheinz Kornh√§usl | ¬© Petru Rimovetz

Die Palliativstation im LKH Weststeiermark am Standort Deutschlandsberg ist eine spezialisierte Einrichtung, die die Versorgung von Patient*innen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, die an akuten k√∂rperlichen Beschwerden leiden und/oder sich in einer erkrankungsbedingten psychosozialen Krise befinden und daher eine spezialisierte palliativmedizinische Betreuung ben√∂tigen, √ľbernimmt. Ein interdisziplin√§res Team bestehend aus Fach√§rzt*innen, diplomiertem Pflegepersonal, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Physiotherapeut*innen widmet sich dieser spezialisierten Aufgabe.

"Palliativversorgung ist ein Ansatz, der die Lebensqualit√§t von Patient*Innen und deren Familien verbessert, die mit Problemen im Zusammenhang mit einer lebensbedrohenden Erkrankung konfrontiert sind, und zwar mittels Pr√§vention und Linderung von Leiden durch fr√ľhzeitiges Erkennen, Erfassen und Behandeln von Schmerz und anderen Problemen im k√∂rperlichen, psychosozialen und spirituellen Bereich."

World Health Organization

√Ąrztliche Leiterin der Palliativstation Prim. Dr. Gabriele Treichler, MBA MSc LLM | ¬© Petru Rimovetz

Frau Prim. Dr. Gabriele Treichler, MBA MSc LLM √ľbernimmt die √§rztlich Leitung der Palliativstation: ‚ÄěUnsere Palliativstation ist im 2. Stock direkt √ľber der Geb√§rklinik verortet. Sie besteht aus acht gro√ür√§umigen Zimmern, zwei davon k√∂nnen auf Wunsch in Doppelzimmer umfunktioniert werden, au√üerdem sind alle Zimmer mit √úbernachtungsm√∂glichkeit f√ľr die Angeh√∂rigen ausgerichtet. Die Farbauswahl sowie die Einrichtung verbreiten eine entspannende ‚ÄěWohnzimmer‚Äú-Atmosph√§re, der Funktionalit√§t notwendiger therapeutischer und pflegerischer Ma√ünahmen tut dies aber keineswegs einen Abbruch. Aufwendigere Eingriffe k√∂nnen in einem eigenen Untersuchungsraum vorgenommen werden. Jedes Zimmer verf√ľgt √ľber einen eigenen, gro√üz√ľgigen Balkon, der so konzipiert ist, dass nicht mehr mobilisierbare Patient*innen auch mit dem Bett ins Freie gebracht werden k√∂nnen.

Der helle Aufenthaltsraum beinhaltet einen eigenen Wohn-/ Essbereich, in dem Patient*innen alleine oder mit den Angeh√∂rigen/Besucher*innen abseits des Krankenzimmers Zeit verbringen und zumindest f√ľr diese Momente dem Spitalsalltag entfliehen k√∂nnen. Der einzigartige Ausblick auf die Burg Deutschlandsberg und die umliegenden Weinberge erg√§nzt das sch√∂ne Ambiente.

Die Au√üenstiege am Ende der Station, unmittelbar auf die gro√üangelegte Terrasse m√ľndend, erm√∂glicht auch Besuche von kleinen Haustieren. Wir haben uns bewusst f√ľr einen ‚ÄěRaum der Sinne‚Äú entschieden, der verschiedenen Bed√ľrfnissen gerecht wird: das Herzst√ľck bildet die freistehende Badewanne, von allen Seiten gut zug√§nglich, die den Patient*innen auf Wunsch die M√∂glichkeit bietet, au√üerhalb des Zimmers Entspannung zu finden. Geschickt davon abgetrennt, erf√ľllt er auch die Anspr√ľche eines R√ľckzugsortes, um sowohl als Patient*in als auch als Angeh√∂rige/r f√ľr sich zu sein und den Gedanken und Gef√ľhlen freien Lauf zu lassen.

Abgesehen davon stehen nat√ľrlich ausreichend Arbeitszimmer und Funktionsbereiche f√ľr das multiprofessionelle Team zur Verf√ľgung. Dieses Team besteht aus √Ąrzt*innen, Pflege, Sozialarbeiterin, Psychologinnen, Therapeut*innen und Mitarbeiter*innen des Verwaltungsbereiches, welches sich ab 01.12.2023 neu formiert hat, um die schwer kranken Patient*innen unserer Region bestm√∂glich zu versorgen, ihnen ein hohes Ma√ü an Lebensqualit√§t zu erhalten, ihre Schmerzen zu lindern und sie f√ľr ein Leben in ihrer h√§uslichen Umgebung vorzubereiten. Das Team der Palliativstation Deutschlandsberg bejaht das Leben und akzeptiert das Sterben.‚Äú

Landesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl | © Petru Rimovetz

Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornh√§usl nahm an der Er√∂ffnung und der Stationssegnung teil und gratulierte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur planm√§√üigen Er√∂ffnung und ermutigt die Bev√∂lkerung zur Annahme dieser neuen Palliativstation: ‚ÄěDie Er√∂ffnung dieser Palliativstation markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung einer umfassenden und mitf√ľhlenden Gesundheitsversorgung f√ľr die Menschen in der Region. Der Leitspruch der KAGes lautet Menschen helfen Menschen und dieses Helfen wird gerade in dieser neuen Station sp√ľrbar, wenn es darum geht, unsere Mitmenschen in schwierigen Stunden zu begleiten und f√ľr sie da zu sein.‚Äú

Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h. c. Gerhard Stark | © Petru Rimovetz

Die feierliche Stationser√∂ffnung wurde auch vom Vorstand der Steierm√§rkischen Krankenanstaltengesellschaft begleitet. KAGes. Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h. c. Gerhard Stark: ‚ÄěIn dieser Einrichtung k√∂nnen wir nicht nur die k√∂rperlichen Bed√ľrfnisse unserer Patient*innen bestm√∂glich unterst√ľtzen, sondern auch ihren seelischen und emotionalen Bed√ľrfnissen gut begegnen. Die Palliativmedizin f√∂rdert damit Lebensqualit√§t und kann so m√∂glicherweise auch den Verlauf von urs√§chlich nicht heilbaren Erkrankung positiv beeinflussen.‚Äú

Vorstandsdirektor f√ľr Finanzen und Technik: Mag. DDr. Ulf Drabek MBA, MSc | ¬© Petru Rimovetz

Auch Vorstandsdirektor f√ľr Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek MBA, MSc, freute sich auf die Stationser√∂ffnung: ‚ÄěSpitalsbauten sind von besonders hohem √∂ffentlichem Nutzen. Sie verbessern die Qualit√§t der Spitalsversorgung und geben gleichzeitig der Bauwirtschaft einen wertvollen Impuls. F√ľr das Projekt wurden ‚ā¨ 7,2 Mio. (Preisbasis Fertigstellung) investiert. Die Palliativstation wurde in 20 Monaten errichtet. Auch bei diesem Bauprojekt konnte sich die hohe regionale Wertsch√∂pfung von KAGes-Bauten weiter fortsetzen. Von den angef√ľhrten Gesamtkosten verblieben knapp 11 Prozent im Bezirk, rd. 77 Prozent der Auftragssumme gingen an steirische Firmen.‚Äú

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R√ľckfragehinweis

Frau Mag. Eva Wölkart

Telefon: 03462 / 4411-2111
Mail: eva.woelkart@kages.at